Alle haben Zieltor geschossen - 120 Zehntklässler erhalten an der Wolfhelm-Gesamtschule ein Abschlusszeugnis

Schick gekleidet kamen die 120 Zehntklässler gestern Nachmittag in die WolfheIm-Gesamtschule. Denn es war ein besonderer Tag für sie. Sie erhielten ihr Abschlusszeugnisse.

Und Schulleiterin Anne Jung ist stolz auf diesen Jahrgang, denn alle erreichten einen Aschluss. 74 sogar mit der Qualifikation zum Besuch einer Oberstufe. 55 Schüler kommen nach den Sommerferien wieder, wechseln in die Oberstufe der Gesamtschule. Anne Jung erklärte, alle Schüler hätten ihre Zieltore geschossen. Manche als Gemeinschaft, manche aber auch mit einem Weitschuss ohne viel Aufwand. „Das Fitnessprogramm eures Fitnessteams war manchmal schon schwer", so die Schulleiterin. Und so mancher sei manchmal mit Muskelkater nach Hause gegangen, da so viele Vokabeln im Kopf herumschwirrten. Die Vorrunde sei für manche nicht so glücklich verlaufen, beim Finale seien aber alle dabei gewesen.

Vor sechs Jahre hätten sich alle für das Team Gesamtschule qualifizieren müssen. Nun hätten sie die Qualifikation für weitere Ziele. Anne Jung erinnerte daran, dass diese Schüler bereits in der zweiten Woche an der Schule einen besonderen Ausflug hatten. Denn anlässlich des Schuljubiläums sei die gesamte Schulgemeinde für einen Tag nach Nordeney gefahren.

Im Namen der Stadt gratu­lierte der stellvertretende Bürgermeister Christoph Köt­ter. Er wünschte Mut, etwas Neues zu wagen. Für die El­tern bedankte sich Albert Siepe bei den Lehrkräften und den Schülern. Siepe: „Ein Dank an die Schüler, dass sie bei einer Radtour alle einen Helm getragen haben, ob­wohl der vorausfahrende Leh­rer keinen hatte.“

Die Band Notune und Lisa Marie Klute gestalteten die Feier musikalisch. Für eine Überraschung sorgte der Chor der Klassenlehrer.

 

Quelle: Ruhr Nachrichten

10er Abschluss 2016

10er Entlassfeier 2016

Die Pflanzen sind gewachsen. Sie hatten sich besonders fein herausgeputzt für ihren großen Tag. Eltern und Geschwister waren gekommen, um im Forum den feierlichen Abschied der 10er Jahrgänge der Wolfhelm Gesamtschule mitzuerleben. Schülervertreterin Laura Cornelsen gab zu „es hat sich gelohnt, die Stunden hier abzusitzen“. Der tägliche Kampf gegen Hausaufgaben, Matheaufgaben und andern Arbeiten ist nun zu Ende. „Die lästigen Schuljahre sind abgesessen“. Jedoch eine ernsthafte Antwort auf die Frage „was willst du werden“, würden einige noch nicht beantworten können. Im Leben lernen und weiterhin Fehler machen, das würde prägen und dann gäbe es eine Entscheidung, meinte sie. „Und wenn nicht – das Dschungel Camp ist immer eine Perspektive“ schloss sie augenzwinkernd. Für Schulleiterin Anne Jung waren die Schüler allesamt zarte Pflänzchen, die zu ausgewachsenen Pflanzen herangezogen wurden. Die Lehrer waren die Gärtner, die Schule mit ihren Möglichkeiten der Nährboden. Der Jahrgang hätte sich als einer mit wenig Pflegebedarf herausgestellt. 124 Schülerinnen und Schüler hätten so manchen frostigen Winter durchlitten und dennoch Früchte getragen. Sie begegneten sich mit Respekt und waren für das gute Klima in der Jahrgangsstufe verantwortlich. Doch sie mahnte auch, sich nun nicht von falschem Ehrgeiz leiten zu lassen. Das gute alte Sprichwort „gut Ding will Weile haben“ heißt jetzt „Entschleunigung“. Vor allem wünschte sich Jung für die Entlassschüler viel Herzensbildung. Mitgefühl, Gerechtigkeit, Freundschaft, Weisheit seien die Dinge, die im Leben zählten.

Christoph Kötter nahm das Motto des Jahrgangs auf. „Niemand wird gekrönt, der nicht vorher gekämpft hat“. Die Schüler sollten sich mit dem Abschluss geadelt fühlen und dennoch immer wissbegierig bleiben. „Durch Neugierde und Wissen könnt Ihr Euren Adel noch mehren“. Er zeichnete die Jahrgangsbesten, Aileen Knepper (10.3) und Kira Schlierkamp (10.4) mit einem Geschenk der Stadt Olfen aus. Elternvertreter der Jahrgangsstufe, Markus Breimann bedankte sich bei der Schulleitung dafür, dass die Kinder hier stets gut gehütet und beschützt gewesen waren. Mit Blick auf die Zukunft meinte er: „Da draußen gibt es eine Menge zu tun“.

Das Programm wurde von der Bigband der Wolfhelmschule musikalisch begleitet. Sophie Hörster aus dem Jahrgang sang eine Eigenkomposition und begleitete sich dabei selbst am Klavier. Bei den Glückwünschen zur bestandenen Prüfung wurde auch den Lehrern und allen Schulmitarbeitern gedankt. Zur Auflockerung zeigten die Entlassschüler ein Video mit Turn- und Tanzsequenzen. In der Retrospektive wurden noch viele Fotos gezeigt, die die Entlassschüler als Fünftklässler und in ihrem weiteren Schulleben zeigten. Einige Schüler werden die Wolfhelm Gesamtschule verlassen, andere schlagen den Weg zum Abitur ein.

10er Abschluss 2015

„Wir haben noch so viel vor uns!“

„Wir haben hunderte Hefte vollgekritzelt in den vergangenen Jahren. Jetzt wollen wir Abschied nehmen und gemeinsam feiern.“ Worte von Schülerin Amelie Schubert. So verabschiedete sie sich gestern mit 113 weiteren Schülern aus der 10. Klasse der Wolfhelm-Gesamtschule. Sie feierten ihren Abschluss – und damit die Ankunft an einem neuen Bahnhof in ihrem Leben.

So formulierte es jedenfalls Schulleiterin Anne Jung, die sich gemeinsam mit der Moderatorin Amelie Schubert und den zahlreichen Eltern und Verwandten sowie den Lehrerkollegen freute über das, was die Schüler bis hierher geschafft haben. „Es ist wie eine Reise“, sagte Anne Jung. „Ihr habt eure Reisetaschen bei uns an der Schule mit allem Notwendigen gefüllt. Passt nun auf, dass ihr nicht auf ein Abstellgleis geratet.“

Immer wieder benutzte sie das Bild von der Reise mit der Bahn, die für den Lebensweg der jungen Abschlussschüler steht. „In einer Klasse hatten wir zwischendurch mal das Gefühl, dass der Zug etwas neben den Gleisen unterwegs war. Aber wir haben das Abteil zusammen wieder geordnet und es dann gut hinbekommen, Gemeinschaft zu stiften.“

Das unterstrich auch Amelie Schubert in ihrer Rede. „Es waren sehr viele verschiedene Persönlichkeiten in unserer Stufe“, sagte sie. „Aber vor allem in den vergangenen zwei Jahren ist daraus eine große Gemeinschaft geworden.“ Ein Abschnitt gehe jetzt zu Ende. „Aber wir haben noch so viel vor uns! Wir danken allen Lehrern für die gute Zeit, in der sie bei uns und für uns da waren.“

Schulpflegschaftsvorsitzender Bernhard Wolter erzählte von der Zeit nach seinem Schulabschluss 1986. „Ich war so stolz, als ich am ersten Tag meiner Lehre in der Autowerkstatt stand. Der Blaumann war mir viel zu groß – und die erste Anweisung war, dass wir Lehrlinge die Werkstatt aufräumen sollten. Als wir mittags fertig waren, blitzte und blinkte sie. Doch der Meister kam herein, verdreckte alles wieder und schimpfte. Seit diesem Tag bin ich wieder sehr gerne in die Schule gegangen“, so Wolter. „Ich wünsche euch, dass ihr solche Erfahrungen nicht macht. Aber wenn ihr sie machen müsst, dann beißt euch durch!“

Der stellvertretende Bürgermeister Christoph Kötter griff das Motto der Einladung auf und sagte „Sehr geehrte Heldinnen und Helden“ eingangs seiner Rede. „Sie erhalten gleich ein Dokument, das ein Schlüssel für Sie ist. Sie werden erstaunt sein, in wie viele Türen und Tore er passt.“

Kötter zeichnete die drei Jahrgangsbesten aus: Jana Breimann, Timo Holtermann und Jens Noske. Sie erhielten ein Geschenk der Stadt. Anne Jung unterstrich, dass es sich um einen sehr leistungsstarken Jahrgang gehandelt habe: 70 von 114 Schülern erhielten die Fachoberschulreife mit Qualifikation, 34 die Fachoberschulreife und 10 einen Hauptschulabschluss. „Wir können stolz auf uns sein!“, sagte Amelie.

(Ruhrnachrichten, T. Weckenbrock)

 

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10er Abschluss 2014

10er Abschluss

Im Leben junger Menschen gibt es wohl nicht viele Momente, in denen es angebracht ist, sich in der Schule möglichst chic zu kleiden. Da muss schon was ganz Besonderes passieren. So wie gestern.

Da gab es nämlich Abschlusszeugnisse für den zehnten Jahrgang der Wolfhelm-Gesamtschule.

Grund genug, um dem Anlass auch durch feierliche Atmosphäre Glanz zu verleihen.

Obwohl: Ein Blick in die glücklichen Gesichter der jungen Frauen und Männer hätte gestern während der Abschlussfeier genügt, um diesen Glanz zu erleben.

„Ich bin aufgeregt, traurig und stolz“, sagte eine der Hauptpersonen des Nachmittags, Zehntklässlerin Aylin (16). Und Mitschülerin Lisa (16) ergänzte: „Es ist irgendwie eine Mischung aus glücklich und traurig.“

Gemeinsam mit ihren Mitschülern erlebten sie eine Feier, in deren Verlauf die Redner auch über die Beurteilung nach Noten hinaus lobende und motivierende Worte für diese zu verabschiedende Schülergeneration fanden.

So erklärte Schulleiterin Anne Jung: „Ihr habt Kompetenzen wie Hilfsbereitschaft und den Blick füreinander gezeigt. Bewahrt euren Teamgeist.“

Da mochte auch die stellvertretende Bürgermeisterin Barbara Finke nicht hinten anstehen. Sie gratulierte im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt Olfen und zeigte sich optimistisch, dass die Schüler auch mit Hilfe der Eltern und Lehrer gut vorbereitet sind, wenn es auf dem weiteren Lebensweg heiße, Leistungsbereitschaft, Belastbarkeit und soziale Kompetenzen zu beweisen.

Für die Zehntklässler sprach Schülervertreterin Josephine Behlert von einem weinenden und lachenden Auge angesichts des Abschieds. Sie erinnerte humorvoll an die Schulzeit mit legendären Ausflügen.

Während der Feier umrahmten musikalische Beiträge der Schul-Big-Band, des Saxophon-Quartetts und der Lehrer die Redebeiträge musikalisch.

Zahlen lieferte die Feier auch. Mick Stumpf und Lukas Lübbert waren die Besten mit einem Notendurchschnitt von 1,17, gefolgt von Lara Bissmann (1,3).

75 der Zehntklässler haben die Fachoberschulreife mit Qualifikation, 30 die Fachoberschulreife und elf den Hauptschulabschluss geschafft.