Schülerwettbewerb 2025 des Landes Nordrhein-Westfalen „Begegnung mit Osteuropa“ der Bezirksregierung Münster

10.​07.​2025

Wer durfte teilnehmen

Teilnahmeberechtigt sind alle Schüler:innen in Nordrhein-Westfalen ab der Grundschule (Allgemeinbildende Schulen, Berufsbildende Schulen, Förderschulen, Schulen des Zweiten Bildungsweges, Lyzeen), die nicht älter als 25 Jahre sind. Ausdrücklich eingeladen, sich am Schülerwettbewerb zu beteiligen, sind aber auch die Schüler:innen ostmittel-, südost- oder osteuropäischer Schulen mit deutschsprachigem Unterricht, insbesondere dann, wenn sie bereits partnerschaftliche Beziehungen zu Schulen in NRW pflegen.
 

Was wurde gefordert

Gefordert wird die Einsendung von vollständigen Projektarbeiten (textorientiert oder künstlerisch). Bitte entscheidet euch für Projekte, die für eure Altersgruppe konzipiert wurden. Die Projektarbeit kann von einer Gruppe oder von einzelnen Schüler:innen verfasst sein.
 

Bewertung der eingereichten Arbeiten 

Jede eingereichte Arbeit ist eine Leistung, die Anerkennung verdient. Dennoch können nur die herausragenden Arbeiten mit einem Preis bedacht werden. Die Preisträger:innen werden von einer unabhängigen Jury ermittelt. Diese Jury setzt sich aus Pädagog:innen der unterschiedlichen Fachrichtungen und Schulformen, Künstlerinnen und Künstlern sowie Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung zusammen. 
 

Welche Preise konnten gewonnen werden?

Innerhalb der einzelnen Projektvorschläge werden die besten Arbeiten in den einzelnen Jahrgangsstufen und Schulformen ermittelt. Für die besten Arbeiten eines jeden Projektes werden Geldpreise vergeben. 

Dieses Jahr gibt es folgende Preise zu gewinnen:

- NRW-Landessiegerpreise im Wert von 300 Euro: zusätzlich verlosen wir unter allen Gruppen- Landessieger:innen (Sek. | und I) einen Zusatzpreis als Kostenzuschuss für eine gelebte „Begegnung mit Osteuropa"

- Studienfahrten nach Nordrhein-Westfalen für die Landessieger:innen aus Ostmittel-, Südost- bzw. Osteuropa

- NRW-Siegerpreise à 100 Euro sowie Ostmittel-. Südost- bzw. Osteuropa Siegerpreise à 100 Euro

- Alle übrigen Schüler:innen erhalten eine Urkunde.

 

Preisverleihung

Alle Preisträger:innen in den Kategorien „Landessieger" und Sieger" werden im April 2025 von der Wettbewerbsleitung schriftlich benachrichtigt. Die Landessiegerpreise werden den Schüler:innen im Rahmen einer zentralen Feierstunde überreicht. Die Auszeichnung der Landessieger:innen findet am 26.06.2025 ab 14 Uhr in der Stadthalle in Rheda-Wiedenbrück

 

Wie viele Schüler:innen haben teilgenommen:

Unter 2.124 Einsendungen wurden in diesem Jahr 47 Arbeiten mit einem Landessiegerpreis, 157 Arbeiten mit einem Siegerpreis und 12 Arbeiten mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Diese Ehrung ist eine besondere Anerkennung der herausragenden Leistung, Kreativität und des Engagements der Preisträger:innen.

 

Siegerpreisträger Jahrgang EF Kunst Projekt“ Denk mal Frieden“

Lehrer: Thomas Fornfeist

Preisträger:

Schumann, Helene 

Michalkeviciúté, Brigita 

Schmidt, Henning 

Kraechter, Mika 

Leineweber, Alexia Margarete
 

Wettbewerbsbeschreibung: Denk mal Frieden

Eigentlich vereint der Wunsch nach Frieden die europäischen Menschen in Ost und West. Dennoch erleben wir immer wieder, dass es zu Konflikten und kriegerischen Auseinandersetzungen kommt, die viele Menschen das Leben kosten. Wie wäre es, wenn wir nicht den Krieg beklagen, sondern den Frieden fordern und uns mit einem Friedensdenkmal gegenseitig daran erinnern würden, wie wichtig Frieden ist und was wir dafür tun wollen?

 

Landessieger

Lehrer: Thomas Fornfeist

Preisträger

Lopes Pereira, Leoni 

Kuntscher, Lisa 

Freck, Marie 

 

Wettbewerbsbeschreibung: Bewegte Bilder

Der Künstler John Heartfield hat immer wieder kritisch Stellung genommen zu aktuellen G e s c h e h n i s s e n seiner Zeit in Form von politischen Fotomontagen. Dies heute unbestraft tun zu dürfen, ist ein hohes Gut und, wie wir wissen, längst nicht in allen Ländern möglich. Immer wieder mussten und müssen Oppositionelle, Menschenrechtsaktivist:innen oder Künstler:innen ihre Heimat verlassen und aus dem Exil heraus auf Unrecht aufmerksam machen. Lasst uns diese ungewollte, mutige Heimatlosigkeit näher betrachten:
 

1. Wählt eine Person aus, die aus dem Exil heraus wirkt oder gewirkt hat. Recherchiert über diesen Menschen.

2. Erstellt nun ein Porträt dieser Person in Form einer Fotomontage (digital oder manuell), in der nicht nur die Person zu erkennen ist, sondern auch ein ausgewählter Aspekt ihres Wirkens deutlich wird.

3. Macht aus eurem Bild in einem zweiten Schritt ein bewegtes Bild - wie ein GIF oder ein Reel, welches viral gehen könnte. Dabei reicht es, wenn sich ein entscheidendes Detail im Bild bewegt und damit Aufmerksamkeit erregt. Ihr könnt dazu zum Beispiel die Stop-Motion-Technik benutzen.
 

Unsere Konzeptidee:

David Ludwig Bloch lebte zwischen 1910 und 2002 und war seit seiner Kindheit aufgrund von einer Hirnhautentzündung gehörlos. Er lebte unter anderem in Deutschland, ist aber ins Exil nach Shanghai geflohen, da er als gehörloser und als Jude doppelt gefährdet war. Durch seine Gehörlosigkeit hat er vieles anders aufgenommen und dieses auf Papier gebracht.

Sein Studium hat er an der Kunstgewerbeschule in München absolviert und arbeitete seitdem als Grafiker und Maler. Auf der Fotomontage liegt der Fokus auf seinem Ohr und der damit verbundenen Gehörlosigkeit. Die rote Farbe im Ohr spiegelt Blut wider, da er durch seine Künste den Schmerz ausdrücken möchte, worüber andere schweigen. Die Werke stellen Hitler und den Nationalsozialismus an den Pranger, wobei er vor allem den Tod und das Leiden in den Fokus setzt. Die Zeitung im Hintergrund zeigt die Worte von anderen Menschen, jedoch zählen für ihn nur seine Zitate. Seine Kunst, welche selbsterklärend ist aufgrund der eindeutigen Aussage, schreit seine Gedanken zum Nationalsozialismus aus. Auf dem Plakat haben wir versucht, genau das widerzuspiegeln, indem sich alles um das Ohr und die Gedanken dreht.

 

Fotoserien


Landessieger Kunstwettbewerb (07.​07.​2025)