Bundeskongress "Schule ohne Rassismus"

„Ich bin begeistert, wenn unsere Schüler sich in ihrer Freizeit und am Wochenende nicht nur für unsere Schule, sondern auch für eine gute Sache einsetzen, so SV-Lehrer Bert Baesgen. Denn der Schülersprecher der Olfener Gesamtschule, Alexander Brasgalla und Schülerratsmitglied Helena Mues hatten sich am vergangenen Wochenende auf den weiten Weg nach Weimar gemacht, um in der Schiller- und Goethe-Stadt beim Bundeskongress der „Schulen ohne Rassismus“ ihre Schule zu vertreten. Die Olfener Gesamtschule gehört schon seit 2001 zu weit über 400 Schulen bundesweit, die sich zu dem Bündnis „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ zusammengeschlossen haben, um jeglichen Formen von Rassismus und Diskriminierung schon im Kindes- und Jugendalter zu begegnen.

„Zwar haben wir an unserer Olfener Gesamtschule insgesamt recht wenig Schüler mit Migrationshintergrund, dennoch ist es immer wieder überraschend festzustellen, welche Vorurteile dennoch eine ganze Reihe von Schülern mit sich tragen,“ so Baesgen weiter. Auf dem Bundeskongress in Weimar hatten sich die beiden Olfener Vertreter mit über 130 Vertretern verschiedenster Schulen aus ganz Deutschland in acht Workshops ausgetauscht, mit ausgesuchten Referenten diskutiert und über weiter gehende Aktionsmöglichkeiten und Projekte an den Schulen informiert. So nahmen sie zum Beispiel an einem Workshop teil, in dem es um das Erkennen  rechtsradikaler Symbole und Musik ging. Das u.a. vom Bundesfamilienministerium für Familie und der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützte Projekt soll einerseits Jugendliche mit in die Verantwortung nehmen, andererseits Rassismus und Diskriminierung in Schulen präventiv behandeln. Ihre Erfahrungen wollen die beiden Olfener Gesamtschüler zu Beginn des neuen Schuljahres in die Arbeit der Schülervertretung einfließen lassen.