Bundesfreiwilligendienst

Alte Bufdi’s gehen, neue Bufdi’s kommen

Mit dem neuen Teilstandort in Datteln erhöht sich die Zahl der Bufdis an der Gesamtschule von zwei auf drei. Die jungen Männer haben ein großes Ziel. Das Abitur haben Steffen Heine, Sean Hölken und Nico Wahn gerade in der Tasche. Jetzt machen sie den nächsten Schritt in einer sehr vertrauten Umgebung. Sie bleiben an der Wolfhelm-Gesamtschule – als Bufdis. Es soll ein besonderes Jahr werden. „Erfahrungen für das Leben“ wollen die drei jungen Männer (alle 19) sammeln.

Spannend dürfte es auf jeden Fall für sie werden, denn die Gesamtschule bekommt zum nächsten Schuljahr einen Teilstandort in Datteln. Für Sean Hölken ist das schon mal ein Glücksfall. Er wohnt nur gut einen Kilometer von der Hauptschule Hachhaussen entfernt, die Stück für Stück zur Gesamtschule wird. Hölken wird sich hier in erster Linie um Schüler mit besonderem Förderbedarf kümmern. Zugleich soll er Ansprechpartner bei Fragen für die Notebook-Nutzung sein.

Sean Hölken will so viel wie möglich für seinen späteren Beruf „aufsaugen“. Lehrer will der junge Dattelner werden. Bei der Fächerwahl ist er noch unsicher. Sonderpädgogik ist in der engeren Auswahl. Bei Steffen Heine ist das Berufsziel noch nicht so konkret wie bei Sean Hölken. Derzeit kann er sich vorstellen, bei der Polizei anzufangen. Mediendesign nennt Nico Wahn als sehr konkreten Berufswunsch. Er freut sich riesig darauf, zunächst für ein Jahr als Bufdi mit Kindern arbeiten zu können und ihnen bei Fragen rund um die Notebook-Nutzung helfen zu können.

Die Begeisterung für ihre neue Aufgabe ist bei den Bufdis so groß, dass sie bereits vor dem offiziellen Beginn am 1. August starten wollen. Mit dem neuen Teilstandort gibt es erstmalig sechs Eingangsklassen – und damit ganz viel Arbeit der Konfiguration der Computer. Mit im Boot ist zunächst noch Melanie Thamm, die im vergangenen Jahr als Bufdi angefangen hat. „Ich konnte viel mitnehmen“, sagt sie. Und sie ist fest überzeugt, dass sie von den Erfahrungen bei der Ausbildung profitieren wird.

Sozialarbeiter Peter Bockholt als direkter Ansprechpartner der Bufdis an der Gesamtschule und Michaela Nietmann von der Stadtverwaltung freuen sich auf die Zusammenarbeit mit den jungen Menschen. Beide stellen die unglaubliche Motivation der bislang drei Bufdi-Generationen heraus. Die Begeisterung der jungen Menschen ist mittlerweile so groß, dass es mehr Bewerbungen von Gesamtschulschülern als Bufdistellen gibt.

 

                                                                          Quelle: Ruhrnachrichten, Thomas Aschwer