Alles selbst organisiert

Lara und Giuliana aus der neunten Jahrgangsstufe stehen am Rand, etwas zurück mit Abstand zur Bühne. Gleich beginnt ein Schulhofkonzert. Sie glauben, dass Schulleiterin Anne Jung das alles organisiert hat. Stimmt aber gar nicht: Es waren ihre Mitschüler. „Backyards Schulhofkonzerte“ hieß das Projekt. So kam es wirklich dazu.

Melanie Peschek arbeitet für „ensible“, einen Verein für Jugendkultur aus dem Sauerland. Sie war seit April jede Woche einen Tag an der Wolfhelmschule und traf sich für anderthalb Stunden mit etwa 20 Schülern und den Bufdis. Gemeinsam bildeten sie die Orga-Crew für ein Konzert, das es so in Olfen noch nie gab: „Technik, Booking, Organisation der Essens- und Getränkestände – das haben die Schüler alles selbst gemacht“, so Melanie Peschek – „ich habe lediglich beim Eventmanagement ein bisschen geholfen.“

Die Idee brachte Bürgermeister Wilhelm Sendermann von einer Regionale-Tagung im Schloss Velen mit, da, wo die Regionale-2016-Agentur ihren Sitz hat. „Regionale ist mehr als nur Bauprojekte“, sagte Sendermann gestern am Rande des Konzerts, das um 12 Uhr begann und etwa drei Stunden lief. „Die Schüler werden in ihrer Schulzeit in die Lage versetzt, das selbst professionell umzusetzen.“

Schulleiterin Anne Jung, an die Sendermann die Idee herantrug, schaffte es mit ihrem Kollegium, 20 Schülerinnen und Schüler zu finden, die nach dem Unterricht in der Orga-Crew mitarbeiteten. „Ich war erst irritiert, als Wilhelm Sendermann anrief und fragte: Können Sie das nicht in die Hand nehmen? Aber dann haben wir es einfach gemacht.“

Die Schüler und Bufdis sind 13 bis 22 Jahre alt – wer kann da schon von sich sagen, ein Konzert mit Sicherheitsdienst, Rettungskräften, großer Bühne und entsprechender Musik- und Lichttechnik, Getränke- und Essensständen auf die Beine zu stellen? Und sogar die beliebten Festival-Armbändchen gab es für jeden der Schüler.

Zehn Wochen lang wurde geplant und getüftelt. Mit dem Ergebnis, dass ein Konzert mit vier Gigs stand: Color Wave, der Loop-Station-Künstler Fah Off und die Big-Band Mixed Generation spielten – und Umse, ein angesagter Nachwuchs-Hip-Hopper.

Yao Houphouer, Gründer des Vereins „ensible“ aus dem Sauerland: „Es ist ein Modell-Projekt, ein Experiment des NRW-Kulturministeriums, wie man den ländlichen Raum jugendkulturell aktivieren kann. Und das Experiment ist ein voller Erfolg.“ (s. Interview rechts) Er stehe als Stützpunkt für Jugendkultur zur Verfügung, wenn es darum gehe, so etwas dauerhaft zu etablieren. „Das hängt von den Partnern ab, ob sie es wollen“, sagte er. „Wenn die Schule sagt, das ist eine gute Art des Lernens, und die Förderer vor Ort ihre Unterstützung geben, dann hat das auf jeden Fall Perspektive.“ Olfen stehe auf der Liste der acht Orte, in denen es diese Konzerte gab, ganz weit oben, wenn es um eine Perspektive geht. „Ich wüsste nicht, was dagegen spricht. Die Partner haben sich hier eingebracht, die Akzeptanz im Lehrerkollegium war groß, die Stadtverwaltung hat mitgearbeitet. Ich wüsste nicht, was dagegen spricht, aus Olfen ein Highlight der Jugendkultur zu machen.“

Bürgermeister Sendermann: „Genau das soll Regionale bringen: Wir können hier nicht alles hauptamtlich organisieren. Den Jugendlichen Eventmanagement beizubringen, ist eine Chance. Wer sowas wie heute organisieren kann, der kann das später auch in Vereinen. Er kann dann ein wichtiger Akteur in unserer Gesellschaft werden.“

Unterstützt wurde das Konzert von der Volksbank Olfen und der Sparkasse Westmünsterland. Es kostete alles in allem zwischen 5000 und 6000 Euro für Technik, Bühne, Organisation, Personal und die Gage für die Künstler.

Ruhe-Atrium offiziell eröffnet

Am Freitag, den 22.5.2015 wurde in einer kleinen Feier das neue Ruhe-Atrium eröffnet. Im Forum hatten sich um 9.30 Uhr neben Anne Jung als Schulleiterin, Vertreter der Volksbank, der Sparkasse Westmünsterland, der Firma NSM und des Fördervereins eingefunden, die das Projekt als Sponsoren finanziell großzügig unterstützt hatten. Auch Vertreter des Schulhofausschusses, der das Projekt initiiert und organisiert hatte, der Stadt Olfen und des Bauhofes, der wesentliche Vorarbeiten geleistet hatte, nahmen an der Eröffnung teil.

In seiner kurzen Ansprache stellte Bernd Herrmann als Didaktischer Leiter und gleichzeitig als Vertreter des Schulhofausschusses das Besondere des Ruhe-Atriums dar. Er betonte, dass es sich hierbei um einen Beitrag der Schule zum Projekt „Gesunde Schule“ handele. Durch das Ruhe-Atrium werde in doppelter Entspannung geschaffen. Einerseits können Schülerinnen des 7. Jahrgang in den beiden Pausen in dem Atrium zur Ruhe kommen, sich gemütlich auf den Bänken und anderen Sitzgelegenheiten ausruhen, sich unterhalten oder auf dem Outdoor-Schachspiel mit Mitschülern messen, gleichzeitig entspannt sich die Situation auf dem engen Hof des 7. Jahrgangs.

Die beiden Schülervertreterinnen des Schulhofausschusses, Yvonne Menke und Mette Woitke, schnitten schließlich das obligatorische Band durch und luden Gäste wie auch Schüler und Lehrer zu einer ersten Begehung ein.

Frau Jung ließ es sich nicht nehmen, zwei von Franz-Josef Schulte im Busch, dem Vorsitzenden des Fördervereins,  mitgebrachte Frösche dem Teich des Atriums als ihrem neuen Lebensraum zuzuführen.

Seit nunmehr über einer Woche wird das Ruhe-Atrium von vielen Schülern in den Pausen regelmäßig genutzt. Fünf Paten aus den Jahrgängen 7 und 8 sorgen jeden Tag dafür, dass das Atrium sauber und ordentlich bleibt.

Einladung zum Konzert

Am Donnerstag, den 21.05.2015, 16.00 Uhr laden die Musical-AG der Grundschule (Leitung Christa Zurhove), die Juniorband (Werner Bauer) und das Streicherensemble  (Susanna Biosca) zu einem gemeinsam Konzert   im Forum der Wolfhelmschule ein. Es werden bisherige Ergebnisse des Musikprojektes in den Jahrgängen 4 und  5-8 vorgestellt.  Neben dem Musical „Die Bremer Stadtmusikanten“  spielt die Juniorband Stücke aus ihrem erarbeiteten Repertoire. Die Besetzung besteht aus  der klassischen Bandbesetzung (Klavier, Keyboards, Gitarren, E-Bass, Schlagzeug) und Querflöten und Saxophonen. Erstmals werden Juniorband und das Streicherensemble auch drei gemeinsame Stücke spielen, wie „Heavy Stoff“  oder „Strings for ever“

Interessierte und Eltern sind herzlich dazu eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Südafrika zu Besuch – Spendenübergabe an HOPE

Im September 2014 war Stefan Hippler, Gründer und Vorsitzender des HIV-/AIDS-Hilfswerks HOPE, zu Gast an der Wolfhelmschule. Hippler, aus der Eifel stammender Pfarrer in Kapstadt, berichtete im 8. und 10. Jahrgang über seine Erfahrungen im Kampf gegen AIDS. HOPE unterhält u. a. eine Station für HIV-infizierte Kinder und deren Eltern in einem großen Kinderkrankenhaus in Kapstadt. Darüberhinaus ist HOPE mit über 20 Gesundheitsarbeitern in den verschiedenen Townships rund um Kapstadt beratend und präventiv tätig.

Dass der Besuch und die Information von Hippler nachhaltig gewirkt hat, zeigt das große Engagement der Klasse 8.2 unter der Leitung der Klassenlehrer Sobing und Bollerott. Zum vierten Mal in Folge hat die Klasse eine Spendenaktion am Tag der offenen Tür auf die Beine gestellt. Das Geld sollte in diesem Jahr der Aktion HOPE und somit Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen. Die Spendenübergabe fand am 31. Januar in der Schule statt. Für Stefan Hippler und HOPE nahm Schulseelsorger Martin Reuter, über den der Kontakt zu Stefan Hippler entstand, die Spende von 1100 €. In einer kurzen Email schrieb Stefan Hippler nur „Danke und wow!“ In den Ruhrnachrichten wurde in der Ausgabe von Mittwoch, 5. Februar berichtet.

70 Jahre nach der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz – Eine bewegende Gedenkfeier im Schulforum

Auch in diesem Jahr fand zum wiederholten Male eine Gedenkfeier zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz im Forum der Schule statt. Schülerinnen und Schüle des 10. Jahrgangs  hatten mit Unterstützung ihrer Lehrerin Astrid Stompel ein Programm gestaltet, dass  nicht nur Informationen über das Lager selbst und seine Bedeutung in der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie gab, sondern auch die Erinnerungen von Kindern und Jugendlichen lebendig werden ließ, die Auschwitz überlebt hatten. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand jedoch die Schirmherrin des Schulprojektes "Schule ohne Rassismus"  Ruth Weiss, deren bewegtes und bewegendes Leben an diesem Tag noch einmal aufgeblättert wurde. Sichtlich berührt von der biographischen Arbeit der Schülerinnen und Schüler erzählte Ruth Weiss von ihrer Kindheit in Fürth und der Ausgrenzung, die sie und ihre Familie dort erlebt hatten, der Emigration nach Südafrika, wo sie später gegen Apartheid und Rassismus kämpfte und zur "Persona non grata" erklärt wurde und ihrer Rückkehr nach Deutschland vor einigen Jahren. Die Schülersprecherinnen Lea Dorweiler und Tamara West gratulierten Ruth Weiss sowohl zum 90. Geburtstag als auch zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes. Umrahmt wurde die Veranstaltung von  musikalischen Beiträgen der Musiklehrer. Das Klezmer-Trio des Kollegiums sorgte mit dem schwungvollen "Khosn kale masl tov"  für einen optimistischen Abschluss der Veranstaltung.

Hip-Hop-Aufführung begeistert in der Mittagspause
Die Anlage im Forum unserer Schule bebte unter den Hip-Hop-Beats, die Jenny Schmölzing und ihre drei Mittänzerinnen  aufgelegt hatten. In Kooperation mit dem Jugendzentrum Olfen hatte Julius Schumacher der Schule das Angebot einer Vorführung in der Mittagspause gemacht.
Die Stufen des Forums waren prall gefüllt und die rund 150 Schülerinnen und Schüler staunten nicht schlecht, was Jenny mit ihren Mitstreiterinnen auf die Beine gestellt hatten und zollten ihnen verdienten Beifall.
Die Wolfhelmschule und das Jugendzentrum wünschen sich eine engere Zusammenarbeit. Schüler der Schule können an den Workshops des Jugendzentrums teilnehmen und Jenny Schmölzing hat sich bereit erklärt, im Januar einen Workshop im Rahmen einer Projektwoche des 8. Jahrgangs anzubieten.

Besuch der Zeche Zollverein in Essen

„Wir konnten uns natürlich einen Besuch auf der Zeche Zollverein mit einer derart gut gemachten Ausstellung zum 1. Weltkrieg für unsere Gesamtschüler nicht entgehen lassen“, meint Bert Baesgen, der den lehrreichen „Unterrichtsgang“ gleich für 3 Klassen der Jahrgangstufe 9 organisiert hatte. Die Ausstellung „1914 – Mitten in Europa“ zeigt auf 3 Ebenen in den Örtlichkeiten des Weltkulturerbes den extra angereisten Schülern nicht nur die Schrecken des ersten industriellen Krieges, sondern bewusst auch die Zeit des Kaiserreiches davor sowie die Entstehung der Weimarer Republik mit dem Übergang zum Faschismus Hitlers. Staunend standen die Schüler zum Beispiel vor einem knallroten Elektromobil, das schon Anfang des letzten Jahrhunderts entwickelt wurde. Beeindruckend für die Schüler waren natürlich die nachgestellten Modelle von Gesichtsverletzungen aus dem Stellungskrieg an der Westfront, die noch original vorhandenen Gasmasken oder die Raum füllenden Namenstafeln der verstorbenen Krupp-Mitarbeiter. In Führungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten konnten die interessierten Olfener Gesamtschüler ihr Wissen und ihre Einsichten rund um den 1. Weltkrieg erweitern. Begeistert zeigten sich aber auch die Ausstellungsführer über die guten Kenntnisse der Schüler, die sie aus dem vorherigen GL-Unterricht schon mitgebracht hatten. Geschichte zum Anfassen!

Klasse 8.3 gewann 350 Euro bei  Be Smart – Don`t Start 

Im letzten Schuljahr nahm unsere Klasse zum zweiten Mal am Nichtraucher-Wettbewerb Be Smart – Don`t Start teil. Er wendet sich besonders an die Klassen 6 bis 8. In ganz Deutschland beteiligten sich ca. 240.000 Schülerinnen und Schüler. Im Kreis Coesfeld waren von 72 teilnehmenden Klassen noch 62 rauchfrei bis zum Schluss dabei. Von diesen wurden 10 Klassen (auch unsere 8.3 !) ausgelost und nach Coesfeld eingeladen.

Am 27. Juni 2014 war es dann soweit. Als Vertreter unserer Klasse fuhren die Klassensprecher Jan Weidauer und Jessica Malizki mit unserer Klassenlehrerin Frau Mette zur AOK nach Coesfeld. Dort wurden unter den anwesenden 10 Klassen Geldpreise von 50 bis 500 Euro verlost. Jan durfte als `Glücksfee` die Lose ziehen!

Unsere Klasse gewann sagenhafte 350 Euro!!! Da wir im vorletzten Schuljahr kein Glück hatten, war unsere Freude über diesen Betrag besonders groß.

Unser Rat an euch: Macht mit, es lohnt sich!!!

Wolfhelmschule zum 5. Mal am Start beim größten deutschen Schultriathlon

Schwimmen, Radfahren, Laufen, das sind die drei Disziplinen, beim Lippe Schultriathlon, der am Freitag, dem 13. Juni 2014 in Haltern am See stattfand. 1855 Schüler von 20 Schulen aus Haltern und dem Kreisgebiet waren bei der 10. Auflage am Freibad Aquarell und an der Stausee-Kampfbahn dabei. Auch die Wolfhelmschule aus Olfen war mit 48 Kindern aus den Klassen 5 und 6 vertreten. Für den reibungslosen Ablauf sorgte wieder der SV Hullern 68 als ausrichtender Verein.  wie jedes Jahr bestens organisiert vom SV Hullern 68.

Während viele Schüler aus den 6. Klassen bereits im letzten Jahr am Triathlon bzw. Duathlon teilgenommen hatten, betraten die anderen Schülerinnen und Schüler sportliches Neuland. Jede Disziplin für sich, Schwimmen – Radfahren – Laufen, stellt ja noch keine große Herausforderung da, alles mit Tempo und ohne Pause hintereinander zu absolvieren ist jedoch eine große und für die meisten ungewohnte Leistung – die Königsdiziplin des Ausdauersports.

Für die Teilnahme begeistert wurden die Schüler durch die Lehrerin Anika Marquardt, selbst aktive Triathletin, die nun schon zum fünften Mal die Teilnahme für die Schüler organisierte. Mit Unterstützung der Kolleginnen Izabela Marchewka und Anna Kruse fuhren die Schüler am Freitagmorgen nach Haltern zum Freibad Aquarell. Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen hatten die Schüler zunächst die Möglichkeit, sich umzuschauen, die Starts der Grundschüler zu beobachten und das schöne Wetter zu genießen.

Die ersten Starts der Wolfhelmschüler hatten die Fünftklässler. Nach dem Einchecken in die Wechselzone und der Wettkampfbesprechung ging es dann hoch motiviert um an den Start. 100m mussten die Schüler schwimmen, anschließend einen kurzen Zwischenspurt in die Wechselzone zum Fahrrad hinlegen. Von dort mussten 2,5 km auf dem Rad zurückgelegt werden, bevor es zum abschließenden 800m-Lauf auf der benachbarten Stausee-Kampfbahn kam. Angefeuert von vielen zuschauenden Eltern lieferten sich die Dreikämpfer einen spannenden Wettlauf. Kurz darauf waren dann die Sechstklässler an der Reihe. Alle Triathleten machten ein hervorragendes Rennen. Einige lieferten sich bis zum Ende einen erbitterten Kampf um die Plätze, andere wiederum liefen gemeinsam um die Bahn und über den Zielstrich. Zwei Schüler schafften es dabei sogar aufs Treppchen: Fabio Fliermann aus der 6.2 errang unter allen Sechstklässlern den 3. Platz, Leon Seidel aus der 6.4 den 2. Platz. Insgesamt haben sieben Schülerinnen und Schüler der Wolfhelmschule in ihrer Jahrgangsstufe eine Top 10-Platzierung erreicht. Gefinisht haben alle, und das ist im Triathlon der eigentliche und ganz persönliche Sieg, auf den jeder Finisher mit Recht stolz sein darf. [Bildergalerie]

Die Zeichen stehen auf Mitbestimmung an der Wolfhelmschule

Es geht um 6000 Euro. Geld, über dessen Verwendung die Schüler selbst entscheiden sollen. Das Projekt Schülerhaushalt (wir berichteten) ist mit dem gestrigen zweiten Wahlgang in die heiße Phase gestartet. Eine Dönerbude, Spinde für die schweren Bücher oder doch eher eine Pommesbude – weit über 80 Vorschläge machten die Wolfhelmschüler für die Verwendung des Geldes. 

„Es gibt viele Möglichkeiten, wie man das Geld investieren kann. Es gab verschiedene Meinungen“, sagt Lena, 13 Jahre. Dass alle Schüler ihre eigene Meinung sagen und in den Entscheidungsprozess einbringen konnten, das habe ihr besonders viel Spaß gemacht, sagt Lena im Gespräch mit der Redaktion. Nachdem in einem ersten Wahlgang alle Schüler für ihre Top-Vorschläge gestimmt haben, wählten in dieser Woche die Kinder und Jugendlichen ihren Favoriten unter den verbliebenen elf Vorschlägen aus. Abgestimmt haben die Schüler per Klick: Alle haben ihr eigenes Netbook, mit dem sie den Fragebogen mit den Antwortmöglichkeiten ausgefüllt und abgeschickt haben. Ein Programm rechnet schließlich aus, welcher Vorschlag gewonnen hat. „Wann sollen die Schüler Demokratie lernen, wenn nicht jetzt“, sagt Bernd Herrmann, didaktischer Leiter der Wolfhelmschule und Lehrer für Mathematik und Gesellschaftslehre, über das Projekt Schülerhaushalt. Von den 6000 Euro kommen 4000 von der Stadt und 2000 von der Schule. „Insgesamt ist das ein sehr positives Projekt im Rahmen der Demokratiebildung“, sagt Herrmann. Demokratiebildung auch deshalb, weil die Schüler nicht nur ihre Favoriten unter den Vorschlägen anklicken, abschicken und sich dann nicht mehr mit dem Thema befassen. Von Beginn an steht die Schülermeinung im Mittelpunkt, in Gruppen haben die Jugendlichen die Vorschläge diskutiert, das Für und Wider für jede Idee ausgearbeitet. „Wir Lehrer sind nur Moderatoren, greifen inhaltlich kaum ein“, so Herrmann. Lediglich bei der Einschätzung, welcher Vorschlag mit 6000 Euro umzusetzen ist, gebe es Hilfe von den Lehrern. Für Vorschläge wie neue Busse, Rutschen in der Schule oder ein Footballfeld inklusive Ausstattung ist der Etat wohl zu klein.  (Ruhrnachrichten Angela  Wiese) [Bildergalerie]