Teilstandort Datteln

Neues Schuljahr, neuer Teilstandort in Datteln, neue Leitung

An der Gesamtschule stehen im Sommer einige Veränderungen an. Nur eine traurige Konstante bleibt. Die Zahl hat alle Verantwortlichen überrascht. 208 Familien aus Olfen, Datteln und umliegenden Städten haben der neuen Gesamtschule mit einem Teilstandort in Datteln ihr Vertrauen ausgesprochen. „Mit diesem Ergebnis haben wir nicht gerechnet“, sagte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz Schulleiterin Anne Jung. Vor allem die hohe Zahl der Anmeldungen (97) mit dem Wunschschulort Datteln habe sie überrascht. Am Ende waren es sogar so viele Kinder, dass die Stadt Olfen 34 Eltern eine Absage schicken muss.

Nachdem wir bereits am Montag vor dem Ende der Anmeldefrist berichteten, dass genug Anmeldungen für den Teilstandort und damit für insgesamt sechs Eingangsklassen (bislang waren es nur vier) vorliegen, ging Schulleiterin Anne Jung am Donnerstag ins Detail: 75 Anmeldungen für den Teilstandort Datteln hatte die Bezirksregierung für eine Genehmigung gefordert. Eine Zahl, die ganz locker erreicht wurde. „Das ist ein Vertrauensvorschuss für den Standort Datteln“, sagte Bürgermeister Wilhelm Sendermann.

Die gleiche Hürde musste die Schule in Olfen nehmen – eine ganz leichte Übung. 111 Anmeldungen sind aus Sicht der Stadt ein klarer Beleg dafür, welche Position sich die Schule in den vergangenen drei Jahrzehnten erarbeitet hat.

Sendermann erinnerte daran, dass die Gesamtschule in Olfen immer genügend Anmeldungen hatte, um vier Eingangsklassen zu bilden. Aus Sicht der Stadt war es jedoch wichtig, bereits zu einem Zeitpunkt zu agieren und die Weichen neu zu stellen, „bevor man mit dem Rücken zur Wand steht“. Deshalb habe Olfen vor drei Jahren die Gespräche mit der Nachbarstadt aufgenommen.

„Olfen ist für uns der ideale Partner“, sagte der Dattelner Bürgermeister André Dora – obwohl es eine Schule über Stadt- und Kreisgrenzen sowie über die Lippe hinweg sei. Der Stadt Datteln sei von Anfang an klar gewesen, dass sie keine Genehmigung für eine eigene Gesamtschule bekommen würde. In den Gesprächen sei es „teilweise hoch her gegangen“, räumte Dora ein.

Die Ansprüche der Olfener Verwaltung und Schule waren von Anfang an, das hohe Niveau der Wolfhelm-Gesamtschule auf den Standort Datteln zu übertragen. „Es geht um die Kinder“, sagte Dora. Bis zum Sommer will die Stadt am Standort der Hauptschule Hachhausen vier Klassenzimmer sowie einen Verwaltungsbereich für die neue Gesamtschule schaffen.

Eine für die Anmeldung geschaffene Musterklasse habe bei den Eltern Anklang gefunden – und sich nach Einschätzung von Schulleiterin Anne Jung positiv auf das Anmeldeverfahren ausgewirkt.

 

 

Quelle: Ruhrnachrichten, Thomas Aschwer