Unterricht/Lernen

Auf den Spuren der Geschichte Olfens

Stolz und mit Freude präsentierten die Schüler des Projektkurses Geschichte unter der Leitung von Herrn Rühlmann ihre Projekte zur Geschichte Olfens den Schülerinnen und Schülern aus der Mittel- und Oberstufe, sowie interessierten Lehrern.

 

Unter dem Motto „Geschichte in Olfen entdecken und untersuchen“ hatten sich innerhalb des Projektkurses Geschichte drei Arbeitsgruppen gebildet, die sich, geleitet durch die selbstgewählten Themen

 

  • Römer in Olfen – unbedeutende Vergangenheit oder starke Einflussgeber auf Olfen und die Region
  • Hitler in Olfen – gefeiert oder verpönt?
  • Juden in Olfen – Spuren(los) in Olfen?  

 

auf die Suche nach Spuren der Vergangenheit Olfens machten.

Am Anfang der Entdeckungsreise stand die Anfertigung eines Arbeits- und Zeitplans, der Orientierung für die zu bewältigenden Aufgaben geben sollte. Daran anschließend beschafften sich die verschiedenen Arbeitsgruppen, die nötigen Informationen und Quellen zur ihren Themen. Hierzu nahmen sie Kontakt zu verschiedenen Behörden, Institutionen und anderen außerschulischen Lernorten auf, wie z.B. der jüdischen Gemeinde Münster, dem Heimatverein Olfen, dem Stadtarchiv und dem Römermuseum Haltern. Außerdem wurden Zeitzeugen, sowie Experten interviewt, wie z. B. Dr. Bettina Tremmel, eine Archäologin des LWL aus Münster, die an den Ausgrabungen beim Naturbad beteiligt war. Eine Unterrichtsfahrt des Projektkurses ins Landesarchiv Münster, bei der die Archivarbeit von Herrn Dr. Beck vorgestellt  wurde und die interessierten 12. Klässler an einem Workshop zur Quellenrecherche und –analyse zu den jeweiligen Themen teilnahmen, ergab weitere Informationen und Erkenntnisse und schärfte abermals das Verständnis für die historische Forschungsarbeit.

Die Ergebnisse der Entdeckungsreise durch die lokale Geschichte präsentierten die jeweiligen Arbeitsgruppen auf unterschiedliche Weise.

Die „Römergruppe“ stellte ihr Produkt zur Beantwortung der Leitfrage in Form einer Prezi-Präsentation vor, mit der insbesondere Erkenntnisse aus historischen Funden, wie z. B. anhand des „Römerhelms von Olfen“ dargestellt wurden, oder auch Rückschlüsse des Einflusses der Römer auf die Region anhand der Handelsbeziehungen des Römerlagers Olfen mit anderen römischen Siedlungsgebieten gezogen wurden.

Die Schüler, die die jüdische Geschichte erforschten, stellten ihre Ergebnisse in Form einer Fotodokumentation dar, mit der sie auf Überreste des jüdischen Lebens in Olfen aufmerksam machten und insbesondere den Lebensweg der Olfener Arztfamilie Simons aufzeigten.  

Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe zum Thema „Hitler in Olfen – gefeiert oder verpönt?“ wurden in eine Filmdokumentation eingebunden, die insbesondere anhand der Rezeption des Besuchs Hitlers im Arbeitsdienstlager in Olfen am 29.6.1934, sowie der Analyse der Reichstagswahldaten von 1929 – 1933 den Aufstieg der Nationalsozialisten in Olfen verdeutlichte.

Nicht nur das begeisterte Publikum, sondern auch die engagierten „Nachwuchshistoriker“ waren sich einig, dass eigenständiges Forschen in der Heimat eine spannende „Geschichte“ ist.