Trickfilmprojekt

Schüler der Wolfhelm-Gesamtschule lernen im Trickfilmprojekt die Stever kennen

Fachmännisch verschiebt Matti die Pappfiguren ein kleines Stückchen weiter. Jedes einzelne. „Foto“, sagt er plötzlich. Neben ihm sitzt Tobias am Laptop, der das Bild schießt und die Szenerie im Blick hat. So entsteht Foto um Foto und am Ende eine filmische Sequenz.

Diese sogenannte Stop-Motion-Technik erlernen momentan die Schüler der Klasse 6.4 der Wolfhelm-Gesamtschule in Olfen. Die Schule beteiligt sich am Trickfilmprojekt der Regionale 2016. „Wir möchten die Neigungen und Fähigkeiten jedes einzelnen Kindes herausstellen und fördern“, sagt Leiterin Gaby Schlüter, freiberufliche Medienpädagogin.

Das einwöchige fächerübergreifende Projekt startete am Donnerstag mit einer Exkursion entlang der Stever, bei der den Schülern erste Eindrücke vermittelt wurden. „Zuerst waren wir in Nottuln an der Steverquelle. Da gab es die Dreieckskopfstrudelwürmer“, erinnert sich Schülerin Emilia und grinst bei dem Gedanken an die fleischfressenden Tierchen. „Danach haben wir in Senden gesehen, wie die Stever begradigt wurde. Aber das ist schlecht für die Natur“, führt Leandra den Erfahrungsbericht fort. „Spannend war auch der Ausflug zur Burg Vischering“, sagt die Zwölfjährige weiter. Als positives Beispiel ist allen Schülern die Olfener Steveraue im Gedächtnis geblieben: „Dort leben viele Tiere, weil es da so naturbelassen ist.“

In sechs Gruppen arbeiten die Stever-Experten jetzt an einem Stop-Motion-Film, der das Erlebte zum Thema „Stever – von der Quelle bis zur Mündung“ schildern soll. Diese Filmtechnik ist ähnlich aufgebaut wie ein Daumenkino. Zuerst schießen die Schüler ein Foto von einem Bild. Anschließend müssen die Elemente des Bildes, beispielsweise ausgeschnittene Figuren, ein Stück bewegt und erneut fotografiert werden. Sobald die Bilder aneinandergereiht werden, entsteht für das Auge ein Film. „Jede Gruppe hat vorab ein eigenes Drehbuch entwickelt“, sagt Gaby Schlüter. „Am Ende ergeben alle sechs Schüler-Sequenzen einen Film.“ Und die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren: Zu den Themen „Dreieckskopfstrudelwurm“ oder „Quelle“ wird derzeit gezeichnet, gebastelt und geschnippelt was das Zeug hält. „Das Projekt macht total viel Spaß, wir arbeiten zusammen und ergänzen uns“, sagt Amy. Auch Tobias ist begeistert: „Es ist anders als Unterricht. Trotzdem lernen wir etwas über die Stever.“

 

Anna Knopp und Carina Brosterhaus, Ruhrnachrichten

 

Quelle: Ruhrnachrichten [Link zum Originalartikel]

Ergebnis: Kinder-Trickfilm "die Geheimnisse der Stever"